Buchhorn 1755
1755
Stadtbild und Bevölkerung
Buchhorn war 1755 eine vergleichsweise kleine Stadt mit wenigen Tausend Einwohnern. Das Stadtbild war geprägt von:
- einer mittelalterlichen Stadtmauer mit Toren,
- dicht stehender Bebauung innerhalb der Befestigung,
- dem Hafen als zentralem wirtschaftlichem und sozialem Raum.
Die Bebauung bestand überwiegend aus Fachwerk- und Holzbauten, was die Stadt – wie viele Bodenseestädte – besonders anfällig für Stadtbrände machte.
Wirtschaft und Bedeutung
Die wirtschaftliche Grundlage Buchhorns bildeten:
- der Bodenseehandel,
- die Schifffahrt,
- Handwerk und lokale Märkte,
- Dienstleistungen für Durchreisende und Händler.
Der Hafen spielte eine zentrale Rolle für den Warenverkehr zwischen den Bodenseeanrainern sowie für den regionalen Austausch mit Oberschwaben und der Ostschweiz.
Militärische und gesellschaftliche Ordnung
Wie viele Städte dieser Zeit verfügte Buchhorn über eine bürgerliche Wehrorganisation zur Aufrechterhaltung von Ordnung, zur Stadtverteidigung und für repräsentative Aufgaben bei öffentlichen Anlässen. Solche Bürgerwehren waren im 18. Jahrhundert ein üblicher Bestandteil städtischer Selbstorganisation und Vorläufer späterer Traditions- und Bürgergarden.
Bedeutende Ereignisse
- Bankrott von Buchhorn
- Angebot von Kurfürst Max Joseph von Bayern, künftig das in Reichenhall gewonnene bayerische Salz künftig über Buchhorn zu verschiffen und nicht mehr über das bayerische Lindau. Die Stadt sagte zu.
Geboren
Gestorben
Literatur
- Peter Renz: Buchhorns Aufschwung durch bayerisches Salz, in: Peter Renz: Friedrichshafen - Eine deutsche Stadt am See, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2008, S. 91 - 97. ISBN 9783940086167.