? Haldenberg – Bürgerwiki Bodensee
modified on 20. August 2013 at 21:28 ••• 2.406 views

Haldenberg

Aus Bürgerwiki Bodensee

Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:JWBK3-JSG Haldenberg.jpg
Obstblüte im LSG Haldenberg

Das Gebiet Haldenberg ist ein mit Verordnung vom 26. November 2001 des Landratsamts Bodenseekreis ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet (LSG-Nummer 4.35.041) im Nordosten der baden-württembergischen Stadt Friedrichshafen im Bodenseekreis in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das 105 Hektar große Landschaftsschutzgebiet Haldenberg gehört naturräumlich zum Bodenseebecken. Es liegt rund fünf Kilometer nordöstlich der Friedrichshafener Stadtmitte, in den Gemarkungen Ailingen und Ettenkirch, zwischen Ailingen und den Weilern Oberlottenweiler, Lindenholz, Waltenweiler und Habratsweiler, auf einer Höhe bis Vorlage:Höhe.

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck[1] ist die Erhaltung des von den Gletschern und Schmelzwässern geschaffenen Drumlin mit seinen Hangbereichen als für die Region typische geologische Einheit. Des Weiteren soll die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen, sowohl der extensiv als auch der intensiv genutzten Flächen, durch die Offenhaltung der Kulturlandschaft für künftige Generationen gesichert werden. Der markante, von weit her sichtbare, das Landschaftsbild prägende Drumlin mit der als Kulturdenkmal geschützten Haldenbergkapelle, den Wiesen, Streuobstbereichen, Gehölzstrukturen, Äckern, den im Frühjahr herrlich blühenden Obstanlagen und seinen Ausblickmöglichkeiten in die nähere und fernere Umgebung soll in seiner Vielfalt und Schönheit für die landschaftsverträgliche Erholung der Allgemeinheit erhalten werden. Darüber hinaus ist die Sicherung des Haldenbergs als eine das Landschaftsbild weithin prägende Einheit und als wichtiges Naherholungsziel für die natur- und landschaftsverträgliche Erholung wesentlicher Schutzzweck.
Der Schutzzweck der Kernzone besteht in der Sicherung des im Süden des Haldenbergs liegenden landschaftlich besonders reizvollen Kuppenbereichs mit seiner erhaben gelegenen Haldenbergkapelle, den umliegenden Wiesen, Einzelbäumen und der Streuwiese als Einheit in seinem harmonischen Erscheinungsbild und seiner Schönheit dauerhaft zu sichern. Der Bereich um die Kapelle soll mit seinen Ausblicken zum Bodensee und der Alpenkette, in das Schussental und über die Raderacher Drumlinlandschaft zum Gehrenberg hin als Ausflugs- und Naherholungsziel für die Allgemeinheit erhalten werden. Die Kernzone soll als wichtige Pufferzone und Vernetzungsbereich für die nördlich der Haldenbergkapelle gelegene besonders hochwertige Streuwiese und als Lebensstätte für Tier- und Pflanzenarten geschützt werden.

Haldenbergkapelle

Die Haldenbergkapelle wurde 1921 als Kriegergedächtniskapelle für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Haldenberg errichtet. Das Baumaterial wurde von der ehemaligen Marienkapelle der Reinachmühle verwendet. Neben dem Mosaik „Stern im Lebensmeere“ von Kurt Zöller sind der moderne Kreuzweg (ebenfalls Zöller) und die Pietà (1893) sehenswert.
Die Haldenbergkapelle ist Station des Geschichtspfads Friedrichshafen.

Flora und Fauna

Flora

Aus der schützenswerten Flora des Schutzgebiets sind neben verschiedenen Torfmoosen unter anderem folgende Pflanzenarten zu nennen:

Fauna

Aus der schützenswerten Fauna sind folgende Spezies (Auswahl) zu nennen:

Jubiläumsweg Bodenseekreis

Durch das Landschaftsschutzgebiet verläuft die dritte Etappe des Jubiläumswegs, ein 111 Kilometer langer Wanderweg, der 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises ausgeschildert wurde. Er führt über sechs Etappen durch das Hinterland des Bodensees von Kressbronn über Neukirch, Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.

Siehe auch

Einzelnachweis

  1. Verordnung des Landratsamts Bodenseekreis über das Naturschutzgebiet »Haldenberg« vom 29. März 1995 (GBl. S. 385)

Weblinks

Vorlage:Coordinate Vorlage:Navigationsleiste Landschaftsschutzgebiete im Bodenseekreis

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Haldenberg_(Friedrichshafen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





Whos here now:   Members 0   Guests 0   Bots & Crawlers 1