Hepbach
Hepbach
Hepbach ist ein Ortsteil der Stadt Markdorf im Bodenseekreis in Baden-Württemberg.
Geographische Lage
Hepbach liegt auf der Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Riedheim, zwischen dem Stadtkern von Markdorf im Westen und den Gebieten Richtung Oberteuringen und Ravensburg im Osten. Westlich des Ortsgebiets erstreckt sich ein Teil eines ehemaligen großen Niedermoorkomplexes, der heute zum Hepbacher‑Leimbacher Ried gehört.
Geschichte
Hepbach wurde erstmals 1191 unter dem Namen „Hegebach“ („Bach im Hag“) urkundlich erwähnt. Früher besaß das Kloster Kloster Weingarten Güter in Hepbach; 1191 übernahm der Kaiser Heinrich VI. die Vogtei. Später gehörte Besitz u.a. dem Kloster Baindt und dem Kloster Salem. Bis 1803 war Hepbach Teil der Grafschaft Heiligenberg, innerhalb des Amtes Riedheim. Danach kam das Dorf zum Großherzogtum Baden. 1924 wurden die Sondergemarkungen von Gangenweiler, Hepbach, Leimbach und Stadel aufgelöst und mit Riedheim vereinigt. Im Zuge der Gemeindereform wurde Riedheim (inkl. Hepbach) zum 1. März 1972 in die Stadt Markdorf eingemeindet.
Religion und Kirche
Die heutige römisch-katholische Pfarrkirche ist die St. Sigismund (Hepbach). Die Kirche wurde 1851 errichtet und ersetzt frühere Kapellen. Kirchlich gehörte Hepbach bis 1837 zur Pfarrei Oberteuringen, 1837–1858 zur Pfarrei Bergheim, danach war Hepbach zwischen 1858 und 1865 Kuratie, seit 1866 eigenständige Pfarrei. Heute gehört die Pfarrgemeinde St. Sigismund zur Seelsorgeeinheit Markdorf.
Bevölkerung
Nach der Volkszählung 2022 hat Hepbach etwa 590 Einwohner.
Schutzgebiet und Landschaft
Der westlich von Hepbach gelegene Niedermoorkomplex gehört zum Naturschutzgebiet Hepbacher-Leimbacher Ried. Das Ried entstand in der letzten Eiszeit als Eisrandtal, die Landschaft wurde durch Drumlins (schuttkegelförmige Hügel) und Moorflächen geprägt. Heute bietet das Gebiet – teils mit renaturierten Flächen, Weihern und Wäldern – wertvolle Lebensräume und dient der Naturerholung.
Infrastruktur / Hinweise
- Hepbach liegt an der Bundesstraße B 33. Historisch wurde der Ort am Fuße des Gehrenbergs angesiedelt.
Bedeutung für die Region / Hinweise für Wanderer und Besucher
Hepbach und das angrenzende Hepbacher-Leimbacher Ried sind Teil naturnaher Landschaft – mit Mooren, Weihern und Hügellandschaft. Der Rundweg um das Ried und die angrenzende Region lädt zu Wanderungen ein und gewährt Ausblicke über hügeliges Gelände bis hin zu den Alpen.
Weblinks / Literaturhinweise
- Eintrag Hepbach im Historischen Ortslexikon LEO-BW
- Informationen zum Naturschutzgebiet Hepbacher-Leimbacher Ried
- Angaben zur Kirche St. Sigismund Hepbach