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Teuringertal-Bahn

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Die Teuringertal-Bahn war eine 10,42 Kilometer lange Nebenbahn von Friedrichshafen nach Oberteuringen in Baden-Württemberg. Von 1922 bis 1960 war sie für Berufspendler, Landwirtschaft, Gewerbe und Rüstungsindustrie (V2-Werk) in Betrieb.

Geschichte

Die Strecke hatte nur eine relativ kurze Betriebszeit. In der Krisenzeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Teuringertal-Bahn GmbH gegründet. Hauptgesellschafter war mit zwei Dritteln der Anteile die Stadt Friedrichshafen, daneben waren weitere Anliegergemeinden und die Zeppelinwohlfahrt GmbH beteiligt.

Der Betrieb, den die Württembergische Nebenbahnen AG führte, konnte am 2. Juni 1922 aufgenommen werden. Die normalspurige Strecke führte vom Bahnhof Friedrichshafen Stadt der Deutschen Reichsbahn das Teuringertal aufwärts in nordwestlicher Richtung bis zum Endbahnhof Oberteuringen.

Der Verkehr musste aber wegen finanzieller Schwierigkeiten bereits im Mai 1923 wieder eingestellt werden. Ein Jahr später begann die Teuringertal-Bahn GmbH – nun in eigener Regie – erneut Züge fahren zu lassen. Im Sommer 1927 verkehrten drei Zugpaare täglich. Erst in der Zeit des Zweiten Weltkriegs erhielt die Bahn durch kriegswichtige Industriebetriebe eine nennenswerte Bedeutung. Die Zeppelinwerke erhielten in Trautenmühle ein neues Anschlussgleis. Daher wurde das Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 1943 auf das Deutsche Reich übertragen und von der Deutschen Reichsbahn betrieben. Die GmbH löste sich zum 3. Dezember 1943 auf.

In der Nachkriegszeit stellte die Deutsche Bundesbahn wegen steigender Konkurrenz durch die Straße den Personenverkehr am 23. Mai 1954 ein. Der Güterverkehr ruht ab Trautenmühle seit dem 15. Februar 1960. Der Rest wurde bis 2012 noch als Anschlussgleis bedient.

Für den Betrieb waren zwei eigene Dampfloks der Bauart württembergische T 3 vorhanden, die gebraucht von der Staatsbahn gekauft worden waren. Eine kam später zur Maschinenfabrik Esslingen und ist noch heute im Technoseum vorhanden.

Literatur

  • Werner Willhaus: Die Teuringertal-Bahn. Verlag Wolfgang Bleiweis, Schweinfurt 1996, ISBN 3-928786-54-7

Weblinks

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