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MTU Friedrichshafen GmbH

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MTU (Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen GmbH) ist eine Marke der Rolls-Royce Power Systems und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Großdieselmotoren und kompletten Antriebssystemen. Das Unternehmen produziert Dieselmotoren für die Anwendungsfelder Schifffahrt, Energieversorgung, Schwerfahrzeuge, Militärfahrzeuge und Eisenbahn im Leistungsbereich von 20 bis 9.100 kW (27 bis 12.250 PS). Neben den eigenen Produkten vertreibt MTU auch Mercedes-Benz-Industriemotoren, VM-Motori-Dieselmotoren für Off-Road-Applikationen sowie Gasturbinen des Herstellers General Electric für komplexe Schiffsantriebe und Kraftwerke.

Inhaltsverzeichnis

Maybach-Weg: Station 2 - Firmengelände des ehemaligen Maybach-Motorenbaus

Auf Wilhelm Maybachs Initiative und mit Unterstützung durch Ferdinand Graf von Zeppelin gründete die Luftschiffbau Zeppelin GmbH ein Tochterunternehmen zum Bau von Luftschiffmotoren in Bissingen an der Enz; Karl Maybach bestimmte man zum technischen Geschäftsführer. 1912 wurde der Firmensitz nach Friedrichshafen verlegt und 1918 das Unternehmen in Maybach-Motorenbau umbenannt; es entwickelte sich weiter bis zur MTU Friedrichshafen und Tognum AG.

MTU Friedrichshafen GmbH

Die MTU Friedrichshafen GmbH ist eine deutsche Maschinenbaufirma und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Großdieselmotoren und kompletten Antriebssystemen. Das Unternehmen produziert Dieselmotoren für die Anwendungsfelder Schifffahrt, Energieversorgung, Schwerfahrzeuge, Militärfahrzeuge und Eisenbahn im Leistungsbereich von 20 bis 9.100 kW (27 bis 12.250 PS). Neben den eigenen Produkten vertreibt MTU auch Mercedes-Benz Industriemotoren, VM Motori Dieselmotoren für Off-Road-Applikationen sowie Gasturbinen des Herstellers General Electric für komplexe Schiffsantriebssysteme und Kraftwerke.

Geschichte

Entstanden ist die MTU Friedrichshafen GmbH aus der am 23. März 1909 in Bissingen/Enz gegründeten „Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH“. Das Unternehmen siedelte 1912 nach Friedrichshafen über, und wurde 1918 in „Maybach-Motorenbau GmbH“ umfirmiert.

1960 kaufte Daimler-Benz das Unternehmen, entscheidend mitgewirkt hat dabei Jean Raebel. 1966 wurde die Firma mit dem Großmotorenbau von Daimler-Benz vereinigt und hieß „Maybach Mercedes-Benz Motorenbau GmbH“. 1969 schließlich wurde der Name „Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen GmbH“ (MTU) geprägt, als ein Vertrag mit Daimler-Benz, MAN und MTU München (Triebwerksbau, heute MTU Aero Engines) geschlossen wurde.

Seit 2005 gehörte die MTU Friedrichshafen GmbH zu 100 % zur DaimlerChrysler AG (heute Daimler AG). Die vormaligen Familiengesellschafter, die Familie Maybach (7,2 %), die Familie von Brandenstein-Zeppelin (3,124 %) und die GBZ Holding GmbH (1,326 %) haben ihre Anteile Anfang September 2005, im Rahmen eines geplanten Verkaufs der MTU Friedrichshafen an einen Investor, an DaimlerChrysler veräußert. Die MTU Friedrichshafen GmbH gehörte organisatorisch zum Geschäftsbereich DaimlerChrysler Off Highway und kooperiert eng mit der DC-Tochter Detroit Diesel Corporation (DDC) und mit VM Motori.

Am 27. Dezember 2005 verkaufte die DaimlerChrysler AG MTU für 1,6 Milliarden Euro an die schwedische Private-Equity-Gruppe EQT.

Seit Juli 2006 firmierte der Marken- und Firmenverbund um die MTU-Gruppe unter Tognum GmbH. Die Friedrichshafener Werke sowie der Markenname MTU blieben weiterhin erhalten. Seit dem Börsengang am 2. Juli 2007 hat Tognum die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.

Ab 2011 kontrollierten der Motorenhersteller Rolls-Royce und Daimler über ihre gemeinsame Tochter Engine Holding GmbH 98,3 % des Kapitals von Tognum.[1]

Am 26. August 2014 übernahm der Rolls-Royce-Konzern die Anteile von Daimler komplett.


Unternehmensumfang

Die MTU Friedrichshafen GmbH erzielte im Jahr 2003 mit zirka 6.700 Mitarbeitern (5.850 / 87 % in Deutschland) einen Umsatz von knapp 1,3 Milliarden Euro. 2004 war der Umsatz auf 1,35 Milliarden Euro gestiegen, die Anzahl der Mitarbeiter ist allerdings gleich geblieben. Dabei wurden 2003 22.300 Motoreneinheiten und 2004 26.000 Motoreneinheiten verkauft.

In Friedrichshafen bildet die MTU so viele Fachkräfte aus wie kaum ein anderes Unternehmen am Standort und ist damit bedeutender Arbeitgeber für Berufsanfänger in der Region. Zudem steigt die Zahl der Auszubildenden kontinuierlich. Im Jahr 2003 wurde die Anzahl der Lehrlinge der gesamten MTU Friedrichshafen GmbH (nicht nur Standort Friedrichshafen) auf 349 und im Jahr 2004 auf 388 beziffert.

Geschäftsbereiche

Die Geschäftsbereiche des Unternehmens verteilen sich wie folgt:

Bereich Anteil am Umsatz 2003 Anteil am Umsatz 2004
Schifffahrt 41 % 34 %
Industrie 17 % 21 %
Energiesysteme 12 % 17 %
Gelenkwellen 11 % 9 %
militärische Fahrzeuge 10 % 12 %
Einspritzsysteme 4 % 3 %

Weitere Aktivitäten werden in eigenen Tochterunternehmen z.B. im Bereich Brennstoffzellen mit aufgebaut; sie wurden im Jahr 2004 auf 5 % beziffert.

Umsatzverteilung

Der Umsatz verteilt sich wie folgt:

Gebiet Anteil 2004
Deutschland 24 %
übriges Europa 27 %
Asien 19 %
Amerika 21 %
Australien/Ozeanien 8 %
Afrika 1 %

Literatur

  • Hans-Jürgen Reuß: 100 Jahre MTU Friedrichshafen. Ein Jahrhundert Antriebstechnik zu Wasser, zu Lande und in der Luft. In: HANSA International Maritime Journal, Heft 3/2009, S. 40–45. Schiffahrts-Verlag »Hansa« C. Schroedter & Co., Hamburg 2009, ISSN 0017-7504
  • Hartmut Semmler und Jürgern Oellers (Hrsg.): Friedrichshafen - Stadtgeschichtliche Rundgänge, Schriftenreihe des Stadtarchivs Friedrichshafen, Band 5, Silberburg-Verlag Tübingen, S. 43, ISBN 978-3-87407-746-0
  • Peter Faul und Josef Nagel: Auf den Spuren von Prof. Dr.-Ing.E.h. Karl Maybach, 1879-1960 - Ein historischer Führer, Herausgegeben vom Karl-Maybach-Gymnasium, Friedrichshafen 2005, 54 Seiten.

Quellen und Verweise

  1. tognum.com, abgerufen am 25. November 2013

En:MTU Friedrichshafen Fr:MTU Friedrichshafen It:MTU Friedrichshafen Ja:MTUフリードリヒスハーフェン Pt:MTU Friedrichshafen Sv:Tognum AG


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